Schritt-für-Schritt-Anleitung
Adventskalender-Etikett erstellen
Vier Sorten, ein Kalender, ein Etikett: Sorten als Rezept anlegen, in Zutaten umwandeln, den Kalender daraus zusammensetzen und Nährwerte, Zutatenliste und Allergene ausgeben.
Von Rezeptrechner Team · Aktualisiert am
Ein Adventskalender ist eine Mischung aus mehreren Sorten, das Etikett muss trotzdem für den ganzen Kalender stimmen. Was draufgehört und welche Regeln für Mischungen gelten, steht im Artikel Adventskalender kennzeichnen. Hier geht es um die Umsetzung im Rezeptrechner: sechs Schritte, vom Rezept der einzelnen Sorte bis zum fertigen Etikett, als Video und mit Screenshots.
Video: Sorten als Rezept anlegen, in Zutaten umwandeln, Kalender zusammensetzen und das Etikett ausgeben, in einer Minute.
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Beispiel: Adventskalender mit vier Sorten
Wir arbeiten mit einem Kalender aus 24 Stück in vier Sorten, je sechs Stück. Zwei Sorten sind Plätzchen aus eigener Rezeptur, zwei sind Pralinen, bei denen eine zugekaufte Komponente mit einer eigenen Füllung kombiniert wird.
Eigene Rezeptur
Vanillekipferl
Mehl, Butter, gemahlene Mandeln, Zucker, Eigelb, Vanille. Ein Stück wiegt 13 g.
Eigene Rezeptur
Zimtsterne
Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, Zimt. Ohne Mehl und Butter, also ohne Gluten und Milch.
Zusammengesetzt
Nougat-Praline
Zugekaufter Hohlkörper Zartbitter, eigene Nougatfüllung, Zartbitter-Kuvertüre zum Verschließen. 13 g je Praline.
Zusammengesetzt
Marzipan-Praline
Zugekaufte Marzipan-Rohmasse, in Zartbitter-Kuvertüre getaucht. 13 g je Praline.
Das Ergebnis am Ende: ein Etikett mit 312 g Nettogewicht, Nährwerten pro 100 g und pro Stück, einem zusammengefassten Zutatenverzeichnis über alle vier Sorten und den hervorgehobenen Allergenen Gluten, Ei, Milch, Schalenfrüchte und Soja.
Teil 1: Sorten anlegen und in Zutaten umwandeln
Schritt 1: Jede Sorte als Rezept anlegen
Lege für jede Sorte ein eigenes Rezept an. Für die Vanillekipferl heißt das: Zutaten aus der Nährwertdatenbank wählen, Mengen in Gramm eintragen, Zubereitung als Text daneben. Über Anzahl Portionen hinterlegst du, wie viele Stück aus dem Teig werden, hier 60 Stück. Der Rezeptrechner zeigt daraus das Gewicht je Stück. Der Reduktionsfaktor von 0,9 bildet den Backverlust ab, damit die Nährwerte pro 100 g fürs fertige Gebäck stimmen.
Unter Kategorie lohnt sich ein Eintrag wie „Adventskalender": So findest du alle Sorten später mit einem Filter wieder.
Zusammengesetzte Sorten: die Nougat-Praline
Bei Pralinen fließen oft zwei Quellen zusammen. Die Nougatfüllung ist eine eigene Rezeptur aus Haselnuss, Zucker, Kuvertüre, Sahne und Kakaobutter. Der Hohlkörper wird zugekauft. Beides kommt ins Rezept der Praline: 1 Stück Hohlkörper, 8 g Füllung, 2 g Kuvertüre zum Verschließen, zusammen 13 g. Die Füllung wurde vorher, genau wie die Sorten selbst, in eine Zutat umgewandelt, siehe Schritt 3. Sie erscheint deshalb mit dem Blitz-Symbol für „mit Rezept verknüpft" und zeigt ihre Einzelzutaten darunter.
Zugekaufte Zutaten mit Datenblatt erfassen
Den Hohlkörper legst du unter Meine Zutaten als eigene Zutat an. Zutatenliste und Nährwerte pro 100 g übernimmst du vom Lieferanten-Datenblatt oder von der Verpackung, hier: Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithin, natürliches Vanillearoma. Unter Einheiten hinterlegst du zusätzlich, was ein Stück wiegt, beim Hohlkörper 3 g. Dann kannst du im Rezept in Stück statt in Gramm rechnen.
Auf dem Etikett erscheinen die Sub-Zutaten später in Klammern hinter der Hauptzutat. Der Rezeptrechner schlägt aus der Zutatenliste die Allergene vor, hier Soja. Prüfe den Vorschlag gegen das Datenblatt.
Schritt 2: Spezifikation prüfen
Bevor du eine Sorte in eine Zutat umwandelst, lohnt ein Blick auf den Produktpass der Sorte. Er zeigt auf einer Seite, was der Rezeptrechner aus der Rezeptur abgeleitet hat: Zutatenverzeichnis mit hervorgehobenen Allergenen, Nährwerte pro 100 g, Allergene und Zusatzstoffe. Bei den Vanillekipferln sind das Gluten, Ei, Milch und Schalenfrüchte.
Fehlt hier etwas oder stimmt eine Zahl nicht, korrigierst du die Rezeptur jetzt. Alles, was später aus der Sorte entsteht, baut auf diesen Werten auf.
Schritt 3: Rezept in eine Zutat umwandeln
Jetzt der Schritt, der die Mischung möglich macht. Unter Meine Rezepte hat jedes Rezept in der Aktionsleiste ein Symbol „In eigene Zutat umwandeln". Ein Klick darauf, und die Sorte steht als Zutat in deiner Datenbank, mit allen Werten aus dem Rezept.
Das machst du für jede Sorte: Vanillekipferl, Zimtsterne, Nougat-Praline, Marzipan-Praline. Sorten, die schon umgewandelt sind, tragen in der Liste ein Verknüpfungssymbol.
Schritt 4: Zutat speichern
Es öffnet sich das Zutatenformular, bereits gefüllt: Zutatenliste, Nährwerte pro 100 g und Allergene kommen aus dem verknüpften Rezept. Die gelben Felder „Werte dynamisch" zeigen, dass die Zutat mit dem Rezept verbunden bleibt. Änderst du später das Rezept der Vanillekipferl, ändert sich die Zutat mit, und damit jedes Produkt, in dem sie steckt.
Dieses Verhalten steuert die globale Einstellung „Dynamische Zutatenliste erzwingen" im Profil. Für Mischungen ist dynamisch die richtige Wahl. Prüfe den Zutatennamen, dann Speichern.
Teil 2: Den Kalender zusammensetzen
Schritt 5: Neues Rezept aus den Sorten
Lege ein neues Rezept „Adventskalender 2026" an. In der Zutatensuche findest du jetzt deine Sorten wie jede andere Zutat. Trage sie mit Stückzahl ein: 6 Stück Vanillekipferl, 6 Stück Zimtsterne, 6 Pralinen Nougat, 6 Pralinen Marzipan. Der Rezeptrechner rechnet daraus 312 g Gesamtgewicht. Unter Anzahl Portionen trägst du 24 ein, dann bekommst du die Nährwerte auch pro Stück.
Die Nährwerte der Mischung siehst du sofort im Reiter Nährwerte, als gewichteter Durchschnitt über alle Sorten.
Die Verknüpfung bleibt erhalten
Klappst du eine Sorte im Kalender-Rezept auf, siehst du ihre Einzelzutaten mit den anteiligen Mengen: 6 Kipferl bringen 27,5 g Mehl, 19,7 g Butter, 9,8 g Mandeln und so weiter in den Kalender. Genau diese Auflösung braucht der Etiketten-Generator später, um Zutaten, die in mehreren Sorten vorkommen, zu einer Zutatenliste zusammenzuführen.
Tipp: Stück-Einheit bei der Sorte hinterlegen
Damit du im Kalender „6 Stück" statt „78 g" eintragen kannst, hinterlegst du bei der umgewandelten Zutat unter Einheiten das Stückgewicht, beim Vanillekipferl 13 g. Das geht in derselben Maske wie in Schritt 4. Bei Pralinen heißt die Einheit im Beispiel „Praline", der Effekt ist derselbe.
Teil 3: Etikett erstellen
Schritt 6: Etikett öffnen und Zutatenliste zusammenfassen
Öffne aus dem Kalender-Rezept den Reiter Etikett. Wähle „Vollständiges Lebensmitteletikett" und bei der Nährwerttabelle zusätzlich die Angabe je Stück (13 g). Die Zutatenliste ist zunächst lang, weil jede Sorte ihre eigenen Zutaten mitbringt und Zucker, Mandeln oder Kuvertüre mehrfach auftauchen. Rechts unter Bereinigung räumst du das auf:
- Synonyme verwenden: ersetzt lange Datenbanknamen durch deine Kurzformen, etwa „Mandeln" statt „Mandeln (gemahlen)".
- Sortiment zusammenfassen: nennt die Sorten vorweg („Enthält: Zimtsterne, Vanillekipferl, Nougat-Praline, Marzipan-Praline") und fasst die Zutatenlisten zu einer Liste zusammen. Doppelte Zutaten werden entfernt, die Reihenfolge folgt dem Gewichtsanteil im Kalender.
Das Zusammenfassen funktioniert nur, wenn die Sorten als verknüpfte Zutaten im Rezept stehen. Genau dafür waren Schritt 3 und 4 da. Die drei Schalter (pro Ebene, alle Ebenen, Sortiment) und das Prüfen der Verknüpfung erklärt die Funktionsseite Zutaten zusammenfassen in 30 Sekunden Video. Ergänze dann Nettogewicht (312 g), MHD, Hersteller und einen Spurenhinweis, wenn nötig, und lade das Etikett als PNG, JPG oder PDF herunter.
Wenn sich eine Sorte ändert: Rezept der Sorte anpassen, fertig. Die umgewandelte Zutat übernimmt die neuen Werte, der Kalender rechnet neu, das Etikett wird beim nächsten Öffnen neu erzeugt. Manuelle Änderungen am Etikettentext werden dabei zurückgesetzt, also erst die Rezepturen festziehen, dann am Etikett feinjustieren.
Checkliste
- 1. Zugekaufte Komponenten (Hohlkörper, Kuvertüre, Marzipan-Rohmasse) als eigene Zutat mit Datenblatt und Stückgewicht angelegt
- 2. Jede Sorte als Rezept mit Mengen in Gramm, Reduktionsfaktor und Stückzahl angelegt
- 3. Produktpass jeder Sorte geprüft: Zutaten, Allergene, Nährwerte plausibel
- 4. Jede Sorte in eine Zutat umgewandelt, Einstellung dynamisch, Stück-Einheit hinterlegt
- 5. Kalender als Rezept aus den Sorten mit Stückzahl und 24 Portionen angelegt
- 6. Etikett: Synonyme und Sortiment zusammenfassen aktiviert, Zutatenliste gelesen
- 7. Nettogewicht mit Stückzahl, MHD der kürzesten Sorte, Hersteller und Spurenhinweis ergänzt
- 8. Etikett gespeichert und als PNG, JPG oder PDF heruntergeladen
Beim nächsten Kalender tauschst du nur die Sorten aus. Pralinenschachtel und Plätzchentüte funktionieren nach demselben Muster, mit denselben Zutaten.
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Häufige Fragen
Muss ich jede Sorte in eine Zutat umwandeln?
Ja, wenn der Kalender als eigenes Rezept mit zusammengefasster Zutatenliste entstehen soll. Nur umgewandelte Sorten lassen sich in ein anderes Rezept einsetzen, und nur bei verknüpften Zutaten kann der Etiketten-Generator das Sortiment zusammenfassen.
Was passiert, wenn ich eine Sorte nachträglich ändere?
Bei dynamischer Einstellung übernimmt die umgewandelte Zutat die neuen Werte, der Kalender rechnet mit der geänderten Rezeptur und das Etikett wird beim nächsten Öffnen neu erzeugt. Manuelle Änderungen am Etikettentext gehen dabei verloren.
Kann ich Stückzahlen statt Gramm eintragen?
Ja. Hinterlege bei der umgewandelten Zutat unter Einheiten das Stückgewicht, etwa 13 g je Vanillekipferl. Danach kannst du im Kalender-Rezept in Stück rechnen, der Rezeptrechner setzt das in Gramm um.
Wie bekomme ich Nährwerte pro Stück aufs Etikett?
Im Kalender-Rezept unter Anzahl Portionen die Stückzahl eintragen, hier 24. Im Etiketten-Generator dann die Option „Angabe je Stück" aktivieren. Die Nährwerttabelle zeigt beide Spalten, pro 100 g und pro Stück.
Geht das auch für Pralinenschachteln und Plätzchentüten?
Ja, das Vorgehen ist identisch. Die umgewandelten Sorten setzt du in ein neues Rezept „Pralinenschachtel 8er" oder „Plätzchenmischung 250 g" ein und erstellst daraus das Etikett. Die Sorten musst du nur einmal anlegen.