Wie man strukturierte Daten für SEO implementiert

In Teil 1 haben wir uns darauf konzentriert, ein umfassendes Verständnis darüber zu erlangen, was strukturierte Daten sind und wie sie zur Unterstützung von SEO-Aktivitäten verwendet werden können.

(Wenn du Teil 1 verpasst hast, kannst du es dir hier nochmal ansehen).

In Teil 2 geht es darum dir zu zeigen, wie du strukturierte Daten für SEO auf deiner Seite umsetzt. Ich werd mich dabei primär am Beispiel von Rezept Seiten orientieren.

Sind strukturierte Daten für mich geeignet?

Generell lohnt sich die Implementierung strukturierter Daten für SEO für die meisten Menschen. Allerdings ist die Implementierung tatsächlich mit einem gewissen Aufwand verbunden, insofern muss man sich die Frage stellen, ob sich die Einführung aktuell bereits lohnt. Einige Anzeichen, die dafür sprechen, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist um strukturierte Daten für SEO zu priorisieren findest du im folgenden:

  • Traffic über Suchmaschinen ist ein extrem wichtiger Kanal für deine Seite
  • Du betreibst eine große Seite mit Rezepten und versuchst aktuell auch über Pinterest mehr Traffic zu generieren (Stichwort Rich Pins)
  • Mit dem Google Update des Algorhythmus im August 2018 hat seine Rezept Seite enorm an Traffic verloren.

Implementierung strukturierter Daten auf Deinem Blog

In diesem Leitfaden werde ich mich ausschließlich mit Möglichkeiten zur Implementierung des Schema.org-Markup befassen, da dies das umfangreichste Vokabular für meine Zwecke (Rezepte) ist. Da es von den Suchmaschinenunternehmen selbst entwickelt wurde, stimmt es mit dem überein, was sie jetzt unterstützen, und sollte auch in Zukunft das am meisten unterstützte Framework sein.

Schema.org Varianten

Die Struktur des Schema.org-Vokabulars ist mit verschiedenen „Typen“ (Rezept, Produkt, Artikel, Person, Organisation usw.) aufgebaut, die Einheiten, Datenarten und/oder Inhaltstypen repräsentieren.  Jeder Typ hat seinen eigenen Satz von „Eigenschaften“, mit denen Sie die Attribute dieses Elements identifizieren können. Ein „Rezept“-Typ beinhaltet beispielsweise Eigenschaften wie „Bild“, „CookTime“, „Ernährungsinformation“, etc. Wenn du dein Rezept auf deiner Seite nun mit diesen Eigenschaften kennzeichnest, ist Google in der Lage, diese Details darzustellen.  Jeder Typ hat verschiedene „erforderliche“ Eigenschaften, um korrekt zu arbeiten, sowie zusätzliche Eigenschaften, die man bei Bedarf einbeziehen kann. Eine vollständige Liste der Rezepteigenschaften findest du unter Schema.org/Recipe.

Sobald du weißt, welche Typen, Eigenschaften und Daten in dein Markup aufgenommen werden müssen, kannst du den Code generieren.

Es gibt zwei Möglichkeiten den Code in deine Seite einzubinden, entweder direkt im <body>, also da, wo der Text zu deinem Blogartikel verfasst wird oder im <head> Bereich. Ich erklär dir im folgenden beide Varianten.

Variante 1: Einbinden JSON im <head>

Wenn du im <head> Bereich mit JSON Text arbeitest, wird der gesamte Inhalt deines Artikels, den du als strukturierte Daten darstellen möchtest, ein zweites mal dargestellt. Du wirst den Text also an zwei unterschiedlichen Stellen haben. Natürlich solltest du darauf achten, dass die Daten übereinstimmen, sofern du das manuell erstellst. In folgenden Bild findet ihr ein Beispiel für einen Code Schnipsel als Json (nur ohne die Klammern am Anfang und am Ende).

Der Code, so wie du ihn om oberen Bild erkennst, wird mit <script> tags im <head> eingebunden, das sieht dann so aus: Auf dem Bild ist nur der Start des JSON Codes mit <script type=“application/ld+json“> erkennbar. Am Ende des JSON codes, würde der Code enden mit </srcipt>.

Das vollständige Beispiel dieses Code findest du auf dem folgenden Rezeptartikel: https://www.chooseyourlevel.de/project/zimtsterne-glutenfrei/ . Wenn du auf dem Artikel die rechte Maustaste klickst und auf „Seitenquelltext ansehen“ klickst, kannst du dir den vollständigen Quelltext von diesem Beispiel ansehen um zu erkennen, wie ich den JSON Code eingebunden habe.

Variante 2: Einbinden strukturierte Daten (schema.org) im <body>

Wenn du die strukturierten Daten hingegen im <body> darstellst, dann arbeitest du nicht mit JSON sondern mit HTML Tags, das heißt, du ummantelst bestimmte Elemente deines Artikel mit HTML Tags. Dabei gibt es erneut 2 Varianten: Microdata und RFDa, die sich letztlich allerdings nur in wenigen Details unterscheiden. In beiden Fällen werden die Informationen innerhalb des  Tags werden durch die Suchmaschinen ausgelesen. Der Besucher der Rezeptseite erkennt den Unterschied gar nicht und merkt faktisch far nicht von den strukturierten Daten.

Variante 2 a) Microdata

Ein Beispiel für die Variante 2 a) findest du z.B. hier: https://www.chooseyourlevel.de/project/kuerbis-bolognese-vegetarisch. Schau dir den Code dazu über „Seitenquelltext anzeigen“ an.

Die Variante 2 b) RDFa funktioniert ähnlich wie bei Microdata, nur dass man statt „itemprop“ als tag „property“ verwendet. Die Website Schema.org enthält eine vollständige Liste aller unterstützten Typen und deren Eigenschaften, und Google hat „Feature Guides“ mit Beispielcode für die gängigsten strukturierten Datenverwendungsfälle, die du als Referenz für Ihren eigenen Code verwenden kannst.

Mikrodaten vs. JSON-LD

Es gibt also zwei gängige Ansätze, um Schema.org-Markup zu Deiner Seite hinzuzufügen: Mikrodaten (Inline-Kommentare, die direkt in das entsprechende HTML eingefügt werden) und JSON-LD (ein Javascript-Skript-Tag, um das Markup in den Kopf der Seite einzufügen). JSON-LD ist der von Google empfohlene Ansatz, und im Allgemeinen ist es eine sauberere, einfachere Implementierung, allerdings unterstützt Bing JSON-LD bisher noch nicht. Ich unterstütze ebenfalls die Meinung, dass JSON-LD mehr Sinn macht, da es mehrere Attribute bereit stellst und eben von Google unterstützt wird.

Identifizierung strukturierte Daten mit Hilfe der Google Search Console

Mit Hilfe der Google Search Console kannst du prüfen, ob Google aktuell strukturierte Daten auf deiner Seite erkennt:

Dieser Bericht zeigt Dir nicht nur, wie viele Seiten als strukturierte Daten identifiziert wurden (und wie viele davon fehlerhaft sind), sondern kann auch, wo und/oder warum Fehler auftreten.

Hier geht’s zum Report.

Überprüfung strukturierter Daten mit Hilfe des Google Testing Tools

Wenn du beginnst, auf deiner Seite strukturierte Daten zu implementieren, empfehle ich dir, die Url nach Aktualisierung der Daten einmal mit Hilfe des Google Testings Tools auf Fehler zu überprüfen. So kannst du sicherstellen, dass Google deine strukturierten Daten richtig ausliest.

Hier geht’s zum Testing Tool.

Ein Hinweis noch: „Keep it simple“

Es gibt viele Optionen, wenn es um das Schema.org-Markup geht, und es kann verlockend sein, alles zu markieren, was man kann. Das primäre Ziel ist es, Suchmaschinen zu sagen, worum es auf dieser Seite geht. Strukturierte Daten müssen für den Hauptinhalt der Seite repräsentativ sein, und markierte Inhalte sollten nicht vor dem Benutzer verborgen bleiben. Google bestraft Websites, von denen sie glauben, dass sie strukturierte Datenaufschläge auf betrügerische Weise verwenden.

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