Mehr Klicks für Deinen Foodblog

Am Anfang des Blogger-Zeitalters war es einfach, Traffic, also Klicks, zu bekommen, aber mit Millionen von Blogs da draußen und mehr, die jeden Tag erstellt werden, ist es eher eine Herausforderung, Klicks zu generieren. Die Food-Nische ist beliebt und wächst ständig. Während es Millionen von Menschen gibt, die sich für Lebensmittelthemen interessieren, nimmt es ein wenig Arbeit in Anspruch, sie dazu zu bringen, Deine Seite zu besuchen. Erfolgreiche Foodblogger haben heute in der Regel eine ausgeklügelte SEO Strategie. Der Erfolg basiert häufig auf Mathematik, Recherche und einem sehr strukturierten Vorgehen.

In diesem Artikel erkläre ich euch, wie ich es geschafft habe, innerhalb von 2 Monaten meine Klicks für meinen Foodblog auf > 220% zu steigern.

Verbessere Deine Suchergebnisse mit Rich Snippets

Rich Snippets bezeichnen letztlich eine ausführlichere Form der Darstellung von Suchergebnissen. Das wohl bekannteste Rich Snippet findet man tatsächlich im Bereich Rezepte, nämlich dann, wenn Seiten für Rezepte plötzlich in den Suchergebnissen deutlich ausführlicher mit Bild und Informationen zu Zubereitungszeit und Co dargestellt werden wie z.B. in dem folgendem Beispiel. Dies ist eines meiner Rezepte auf meinem foodblog chooseyourlevel.

Wichtig ist hierbei immer, dass es sich um einzelne Gerichte handelt. Eine Rezeptsammlung wird nicht angezeigt.
Die ausführlichere Darstellung deiner Rezepte und Foodblog Artikel erhöht die Wahrscheinlichkeit für Klicks, da die Nutzer automatisch eher deinen Eintrag wählen, da sie über die zusätzlichen Informationen im besten Fall schon eher das Gefühl haben, auf deiner Seite das zu finden, wonach sie suchen.

Damit deine Suchergebnisse in diesem Format erscheinen, musst du den Content deines Blogs in Form von strukturierten Daten veröffentlichen.

Strukturierte Daten zur Verbesserung deiner SERP

SERP steht im englischen für Search Engine Result Page, also dem Ergebnis der Seite einer Suchmaschine wie google oder bing. Oft ist mit SERP auch die Position im Ranking einer Internetseite zu einem bestimmten keyword gemeint.
Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen wie google oder bing die vielen Informationen, die sich auf deiner Seite befinden in einen Kontext zu bringen um bestimmte Inhalte deiner Seite direkt sinnvoll mit in die Suchergebnisse für deine Seite einfliessen zu lassen. Dadurch kannst du deine Seite im Sucherergebnis von der Konkurrenz abheben und kannst dadurch deine Klickrate erhöhen.

Der Standard für strukturierte Daten: schema.org

Schema.org wurde von den großen Suchmaschinenbetreibern (google, bing, yahoo, und yandex) entwickelt mit dem Ziel Inhalte strukturiert mit anderen Daten zu verbinden. Auf schema.org findet man für jeden möglichen Datentyp (Rezepte, Produkte, Software, Tickets etc) eine vollständige Dokumentation zur Verwendung und Implementierung. Google unterstützt unterschiedliche Formate. Grundsätzlich wird unterschieden in RDFa, Microdata und JSON-LD. Die Formate haben jeweils ihre Vor-und Nachteile. Google empfiehlt JSON-LD zu verwenden. Im folgenden werde ich dennoch auf alle Formate etwas genauer eingehen:

JSON-LD

Der primäre Vorteil dieses Format ist, dass das Ganze unabhängig vom eigentlichen html eingebunden wird. Die Metadaten werden somit unabhängig vom eigentlichen Webinhalt implementiert. Damit lässt sich das JSON aber auch der Conent im HTML besser pflegen und alles bleibt schön übersichtlich. Somit könnte ihr JSON-LD einfach zusätzlich einbinden und müsst nicht euren kompletten Bloginhalt anpassen. Das Json ist für den Besucher der Seite unsichtbar. Damit trennt JSON-LD zwischen dem, was der Mensch am Ende liest und dem, was die Suchmaschine ausliest.

Der größte Nachteile: schema.org wird aktuell nur von google gelesen.

Microformat und RFDa

Microformate und RDFa hingegen werden direkt um den HTML Text herum gebaut. Dabei wird von Mensch und Maschine der gleiche Text ausgelesen. Wenn es speziell um den Datentyp Rezepte geht, muss ich zudem feststellen, dass schema.org einfach das breiteste Angebot an Markups liefert. Angaben wir PortionYield, Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß- und Ballaststoffangaben gibt es in der Form bei Microdata nicht. Da wird einfach alles unter dem Begriff „NutritionInformation“ gesammelt.

Eine ausführliche Erläuterung über strukturierte Daten findest du in meinem zweiteiligen-Blogpost zur Implementierung strukturierter Daten für SEO.

Foodblogger profitieren doppelt von Strukturierten Daten

Als ich begann, strukturierte Daten auf meinem foodblog einzubinden (Anfang September 2018), erhöhte sich automatisch auch meine Klickrate. Durch die Implementierung der strukturierten Daten habe ich gleich doppelt profitiert:

  1. Pinterest Rich Pins eingeführt – Social Klicks erhöht
  2. Google Sucherergebnisse verbessert – Organic Search Klicks erhöht

1. Pinterest Rich Pins – Strukturierte Daten sind ein Muss

Wer viel Pinterest nutzt, dem empfehle ich zeitnah mit der Integration von strukturierten Daten zu starten. Wer seine Pins boosten möchte, der sollte auf sogenannte Rich Pins setzen. Rich Pins sind die Rich Snippets für Pinterest. Rich Pins ermöglichen Pinterest im Vergleich zu normalen Pins mehr Informationen anzuzeigen und diese direkt strukturiert im Pin zu verarbeiten und darzustellen. Insbesondere bei Rezepten hat das einen immensen Mehrwert für den Nutzer von Pinterest, da man deutlich mehr Informationen zu einem Rezept erhält, ohne das Rezept direkt öffnen zu müssen. Der ein oder andere mag argumentieren, dass dies ggf. dazu führt, dass der Nutzer gar nicht mehr Pinterest verlässt und das Rezept direkt über Pinterest anschaut, allerdings wird in der Regel nur die Zutatenliste und nicht die Zubereitungsschritte in Pinterest angezeigt. Wenn der Nutzer das Rezept also kochen möchte, wird er zwangsweise immer noch zu euch auf die Seite gelangen. Und am Ende konkurriert ihr ja mit allen anderen Pins. Wenn eure Konkurrenz Rich Pins benutzt, werdet ihr nicht drum rum kommen. Der Nutzer wird in der Regel den Rich Pin bevorzugen.

Ich nutze Pinterest seit mittlerweile knapp 10 Monaten. So richtiges Wachstum für mein Pinterest Profil konnte ich allerdings erst erzielen, als ich begann Rich Pins einzuführen und meine Pins zu automatisieren, sodass ich regelmäßig Pins poste.

Für die Einführung der Rich Pins sind mehrere Dinge erforderlich:

  1. Ein Geschäftskonto auf Pinterest
  2. die Aktivierung der Rich Pins
  3. die Einführung von strukturierten Daten für deinen Foodblog

2. Google Suchergebnisse verbessern – mit strukturierten Daten

Wer mit der Einführung der stukurierten Daten beginnt, wird doppelt profitieren. Zum einen profitiert ihr auf Pinterest (sofern ihr eine Pinterest Account besitzt, was ich euch als Foodblog Betreiber dringend empfehlen würde). Zum anderen werden sich auch eure Sucherergebnisse in Suchmaschinen verbessern, da die Darstellung eurer Suchergebnisse zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für Klicks führt.

Klickrate für Foodblog Verbessern durch Strukturierte Daten

Zusammengefasst lässt sich also festhalten: Die Einführung von strukturierten Daten kann dir als foodblogger doppelt helfen:

  1. Zum einen werden sich deine Suchergebnisse in Suchmaschinen verbessern.
  2. Zum anderen wird dein Pinterest Profil mehr Aufmerksamkeit erhalten, sofern du Rich Pins in Pinterest aktivierst.

Ich glaube, dass das Potential hier noch bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Insofern denke ich, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist um mit der Einführung strukturierter Daten für deinen Foodblog zu starten.
Wenn du erfahren möchtest, wie genau ich strukturierte Daten und Rich Pins eingeführt habe und wie sich diese auf meine Klicks ausgewirkt hat, tritt meiner FB Gruppe bei und bleibe auf dem Laufenden über meinen Newsletter.

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